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Das bin ich

Ich bin Katja Glock

Dipl. Sozialarbeiterin (FH) und seit Sommer 2025 auch NeuroHorizons® Experiential Movement® Practitioner. Ich bin selbst pflegende Mutter und kenne mich mit langen Nächten zwischen Papierbergen, Unterstützter Kommunikation und dem Entdecken und Erlernen von Bewegungen aus.

Katja Glock sitzt vor ihrem Feldenkrais Tisch

Mehr über mich

Studium und Beruf

Ich habe in Frankfurt studiert und schon währenddessen und auch nach dem Diplom Abschluss und der staatlichen Anerkennung im pädagogischen Bereich gearbeitet. Ich habe bei der Lebenshilfe Einzelbetreuung, Ferienbetreuung und Gruppenangebote gestaltet. Die Kinder-Tanzgruppe war über viele Jahre mein Herzensprojekt. Für mein Anerkennungsjahr ging es für mich zur Nieder-Ramstädter-Diakonie. Dort habe ich vormittags im Büro und nachmittags in der Schulkind-Betreuung gearbeitet und natürlich auch bei den (inklusiven) Ferienspielen. Danach habe ich sehr erfüllende Jahre als stellvertretende Kita-Leitung bei der Stadt Rüsselsheim verbracht. Besonders fasziniert hat es mich immer, die vielen kleinen Entwicklungsschritte zu begleiten. Im trubeligen Kita-Alltag konnte ich aktiv die Umsetzung von Inklusion mitgestalten.

Rollenwechsel - Plötzlich selbst pflegende Mutter

Nach der Geburt meiner Tochter bin ich zunächst in Elternzeit gegangen. Ihre Behinderung hat uns ziemlich abrupt auf die andere Seite des Schreibtisches gebracht. Ich war plötzlich nicht mehr die Pädagogin, die Eltern berät und Kinder in ihrer Entwicklung begleitet, sondern vor allem erstmal selbst Mutter eines Kindes mit Behinderung - mit all den Sorgen und Fragen, die unsere Situation mit sich brachte.

 

Man könnte jetzt meinen, dass ich das mit meinem fachlichen Hintergrund alles mit links gewuppt hätte. Aber ganz ehrlich: Ja, es hat zwar geholfen, dass ich in viele Themenfelder schon theoretisch eingelesen war und praktische Erfahrung hatte, aber ein Kind mit Behinderung tatsächlich großzuziehen ist eine komplett andere Nummer! Wie wahrscheinlich jedes andere pflegende Elternteil auch, bin ich wirklich oft an meine eigenen Grenzen gestoßen. Zwischen unserem neuen Alltag aus Schlafmangel, Frühförderstelle, Krankenhaus und Therapien, bin ich auch noch im Papierberg zwischen Arztbriefen, Widersprüchen und Formularen versunken. Ihr kennt das vielleicht.

 

Als pflegende Mutter musste ich zwangsläufig und ziemlich schnell in den verschiedensten Themengebieten Fachfrau werden. „Vergessen Sie niemals, die Eltern sind die besten Expert*innen für ihr eigenes Kind.“, hallt es mir noch im Ohr. Und tatsächlich, Jahre nach meinem Abschluss, habe ich mich metertief in die unterschiedlichsten Rabbit Holes versenkt. Wie funktioniert Schlucken eigentlich anatomisch ganz genau? Was will die Ärztin von mir, wenn sie fragt ob es mit der Miktion gut klappt? (Spoiler: Pipi machen) Mit welchen Tricks kriege ich alle Medikamente und genug Flüssigkeit ins Kind? Und wieviel ist eigentlich genug, wenn man weit weg ist, von dem was die Standart-Tabelle empfiehlt? It’s a lot.

Unterstützte Kommunikation

Ach und womit fange ich in der Unterstützten Kommunikation (UK) mit einem Baby an, vor allem wenn Baby Signs (Gebärden) keine Option sind? UK kannte ich schon aus Studium und Job, aber tatsächlich angebahnt, also so richtig bei Null angefangen hatte ich noch nie. Und als dann zum Beginn der Corona Pandemie der Beratungstermin zur UK auf den wir monatelang gewartet haben für viele weitere Monate nicht stattfinden konnte, habe ich mich zwangsläufig (und zum Glück!!) auch da tief eingearbeitet. Die Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation hat blitzschnell reagiert und viele hilfreiche Online Angebote für Familien geschaffen. Ich habe dazugelernt, Ideen gesammelt, mich ausgetauscht, ausprobiert und ohne Ende gebastelt, ausgeschnitten und laminiert. UK-Familien wissen was ich meine. Mittlerweile sage ich scherzhaft manchmal: „Ich spreche fließend Deutsch, Englisch und Metacom.“

Die Suche nach dem richtigen Ansatz

Und zwischendurch immer schön viel recherchieren: Welche Therapien gibt es? Wo müssen wir dafür hinfahren? Wie lang ist die Warteliste? Wie sind die Erfahrungen anderer Eltern? Können wir den Ansatz zu Hause durchhalten? Passt das Konzept zu uns? Wir haben wirklich viel ausprobiert. Und so manches Mal haben wir dann recht ernüchtert festgestellt: So richtig gesehen wurde unser Kind dort nicht. Es gibt zwar nette und zugewandte Therapeut*innen und ein gut strukturiertes Programm, aber irgendwie mussten oft standardisierte Übungen nachgeturnt werden, die für alle Kinder (zwar gestaffelt nach Entwicklungsstand) aber trotzdem überraschend gleich waren. Viel zu oft ging es darum unbequeme Positionen auszuhalten und Muskeln zu stärken. Immer in der Hoffnung, dass mit stärkeren Muskeln diese oder jene Fähigkeit möglich wird. Und versteht mich nicht falsch, starke Muskeln sind super. Es ist überhaupt nichts falsch daran Muskeln aufzubauen und es hilft sicher dabei die Sachen, die man schon kann, einfacher werden zu lassen, weil Ausdauer aufgebaut wird. Aber wir hatten oft das Gefühl, dass es doch irgendwie am Kern des Problems vorbei zielt. Die Muskulatur an sich war nie unsere Herausforderung, sondern das Gehirn, dass sich keinen Reim darauf machen konnte, wie man die einzelnen Muskeln ansteuert und miteinander koordiniert.

Feldenkrais, ABM und NHEM – eine neue Welt

Irgendwann sind wir dann auf die Anat-Baniel Methode (ABM) und später auch den Jeremy Krauss Approach (JKA) und NeuroHorizons® Experiential Movement® (NHEM) gestoßen. Und damit haben wir richtig schöne Erfahrungen gemacht. Unser Kind wurde wirklich gesehen, mit seiner Persönlichkeit, den Stärken und den Herausforderungen. Die Verbindung zum Kind war bei den Feldenkrais basierten Ansätzen (NHEM, ABM und JKA) einfach auf einem ganz anderen Level. Ich war jedes Mal neu beeindruckt, wie sehr sie die Erfahrung meines Kindes in den Mittelpunkt gestellt und ernstgenommen wurde. Da wurde nie für das höhere Ziel der Widerstand oder das Unbehagen meines Kindes grob übergangen. „Oh das fühlt sich gerade nicht gut an für dich oder? Warte, dann probieren wir es so. Besser?“ Das war ein Ansatz aus einer ganz anderen Welt und maximal weit weg von dem Aushalten, Zähne zusammenbeißen, Durchziehen, einmal schaffst du doch noch, was uns bisher so oft begegnet ist. Und das Beste: Es hat auch noch funktioniert!

Land of possibilities - Land der Möglichkeiten

Ich war plötzlich live dabei, wie mein Kind seine eigenen Möglichkeiten entdeckt. Und so viele kleine Dinge zum ersten Mal tat. Die Lessons haben mich auch geschult viel genauer hinzuschauen, die winzig kleinen Veränderungen zu bemerken und wertzuschätzen. Und so manche Bewegungen hat sie in der Lesson plötzlich selbst gemacht, einiges hat sie direkt abgespeichert und konnte es für sich integrieren. Aber Anderes hat sie zu Hause gefühlt nie wieder – in echt nur für lange Zeit nicht nochmal gemacht. Natürlich war das auf der einen Seite frustrierend, aber auf der anderen Seite steckte da für mich auch so viel Hoffnung drin: Unter richtig optimalen Bedingungen hat das Gehirn diese Bewegung schon einmal koordiniert bekommen. Das steckt also schon im Kind drin. Es ist nur noch nicht im Alltag abrufbar. Ich war wirklich fasziniert. Nicht nur von den unerwarteten Erfolgen für meine Tochter, sondern auch von der Arbeit an sich, der Haltung, der Herangehensweise und dem Umgang mit dem Kind.

Ausbildungsstart – Auf zu neuen Horizonten

Als es nun für mein Kind langsam in Richtung Einschulung ging, war es für mich an der Zeit wieder mehr Pädagogin zu sein und einen Weg zurück in die Berufstätigkeit zu finden. Genau zum passenden Zeitpunkt, habe ich von Sylvia Shordikes Weiterbildungs-Programm erfahren. Ich war direkt Feuer und Flamme. Ja es ist eine große finanzielle Verpflichtung, und es kostet viel Zeit und viel Mühe und es ist viel zu organisieren und man muss sich noch mal ganz neu in eine unbekanntes Themenfeld einarbeiten... aber es gibt die Möglichkeit DAS zu lernen? Will ich auf jeden Fall!!

Bewegung von Anfang an lernen

Uns so habe ich mich über ein Jahr lang intensiv auseinandergesetzt mit den Themen Neuroplastizität (wie funktioniert Lernen im Gehirn), Entwicklung und Erlernen von Bewegungen im Säuglings- und Kleinkindalter und der zugrunde liegenden Anatomie und Biomechanik im Bewegungsapparat (wie bewegen Knochen und Muskeln miteinander). Ich habe die Technik erlernt, an meinen Kolleg*innen und meiner Familie geübt, dabei neue Zusammenhänge entdeckt, habe mich ausgetauscht und reflektiert, bin hin und wieder gescheitert und wieder aufgestanden um über mich hinauszuwachsen. In unzähligen Stunden (während der Ausbildung und Zuhause) habe ich selbst die gesamte Bewegungsentwicklung nachempfunden und durchlebt: Von den ersten zaghaften Versuchen auf die Seite zu Rollen, über das Kopfheben in Bauchlage, Hinsetzen, Aufstehen, Balance halten, zu den ersten Schritten und kleinen Hüpfern. All unser Können haben wir dann in drei Supervisionen nochmal erprobt und verfeinert.

Finally

Sylvia Shordike umarmt Katja Glock, sie hält ihr Neuro Horizons Abschluss Zertifikat in den Händen

Ich habe jetzt die NeuroHorizonsEurope Personal Service Certification und auch meine Professional Certification in der Tasche!

Wie das Leben manchmal spielt; ich bin jetzt tatsächlich Selbständige NHEM-Practitioner in Groß-Gerau und bereit mit meinen Skills auch andere Familien zu unterstützen. 

Offizielles Badge in weiß mit lila Schrift: Certified Practitioner NeuroHorizons Europe Neur Horizons Experiential Movement NeuroHorizons.eu A child's neural map is not the territory

KONTAKT

Katja Glock

NeuroHorizons® Practitioner

Dipl. Sozialarbeiterin (FH)

Adolf-Göbel-Str. 42

64521 Groß-Gerau

Eine Karte des Rhein-Main Gebiets. Die Räumlichkeiten sind zentral in Hessen in der Stadt Groß-Gerau gelegen, zwischen den Städten Wiesbaden, Mainz, Frankfurt, Darmstadt und Mannheim.

Finde mich und viele weitere

Practitioner weltweit unter

www.neuroconnect.world 

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Foto von Katja Glock sitzend vor ihrem Feldenkrais Tisch

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Rundes Logo in dunkelblau, im Vordergrund ein Weg der auf ein Gehirn zuführt, im Stil einer aufgehenden Sonne am Horizont

© 2025 Katja Glock

NeuroHorizons®

Experiential Movement® Practitioner

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