Jahresrückblick 2025: Über mich hinausgewachsen
- Katja Glock

- 26. Jan.
- 9 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Jan.
Wachstum war tatsächlich auch mein Wort des Jahres in meiner Jahresplanung für 2025. Das war das erste Mal, dass ich überhaupt eine Jahresplanung gemacht habe, denn ich ahnte schon dieses '25 hat ordentlich Wachstumspotenzial. Und tatsächlich: NeuroHorizons® Ausbildung beendet, Musik wiedergefunden, Selbständig gemacht, Website gestartet und meine Skills gemeinsam mit meinem Kind weiterentwickelt.
NeuroHorizons® Europe Ausbildung
Im Sommer 2025 habe ich beendet, was ich 2024 angefangen habe. Die NeuroHorizons® Europe Ausbildung ist so strukturiert, dass wir nach und nach die verschiedenen Entwicklungsschritte der Bewegungsentwicklung selbst auf dem Boden in EMLs nachgespürt haben. Danach kam immer die Übersetzung für eine Hands-On-Lesson, die wir dann gegenseitig aneinander geübt haben. Mit sehr viel Spaß und noch mehr Erkenntnis.
Jedes Segment vertieft dabei ein Thema sehr intensiv. Nachdem ich mich 2024 in den Ersten vier Segmenten meiner Ausbildung viel in Rückenlage auf dem Boden von einer Seite zur anderen gerollt habe (klingt trivial, aber war es absolut nicht). Danach ging es dann weiter auf den Bauch und von dort aus in den Unterarmstütz und zum Robben.
In 2025 habe ich meine Bewegungsreise fortgesetzt:
Segment 5 "The First Year" und die unendlichen vielen Möglichkeiten für mich vom Boden hoch ins Sitzen zu kommen.
Segment 6 "Standing on the Knees" und noch eine Etage höher in den Kniestand kommen und dort Balance und Bewegungsfreiheit finden und meine Wirbelsäule nochmal anders kennenlernen.
Segment 7 "Squatting to Standing" Konfrontation mit meinem persönlichen Endgegner: Tiefe Hocke. Und dann die Erkenntnis: Auch bei meinem Sprunggelenk ist nach all den Jahren noch Veränderung möglich. Wer hätte das gedacht? Ich ehrlich gesagt vorher nicht!
Segment 8 "Arms/Standing/Walking" wie passen meine Arme eigentlich mit meiner Wirbelsäule zusammen und huch: Das Gehen an sich kann eine freudvolle Erfahrung für mich sein.
Segment 9 "Over Shoulders to Walking" Mindblowing: Wie ich über die Schulter rolle, hat was damit zu tun wie ich laufe?! Rollen (advanced Purzelbaum) ist jetzt übrigens der neue Endgegner.
Segment 10 "Walking/Running/Jumping" ich habe meinen "magischen Fuß" kenngelernt, in diesem (von mir vorher grob vernachlässigten) Körperteil gibt es wirklich viel zu entdecken.
Und selbstverständlich die Graduation! Ausbildung erfolgreich abgeschlossen! Da sind einige Tränen geflossen. What journey!
Und dazu noch 3 Supervisionen. Des erste mal mit anderen Kindern arbeiten. Super aufregend!! Ich habe unfassbar viel gelernt. Das war richtig hilfreich unter den wachsamen Augen von Sylvia und meinen Kolleg*innen noch mehr Erfahrungen zu sammeln, Input zu bekommen und den dann gleich einzubauen.
Mehr über meine Ausbildung kannst du auf der Website von Sylvia Shordike erfahren. Sylvia startet übrigens im Frühjahr 2026 mit einer neuen Klasse. Das Abenteuer Ausbildung zu starten, war definitiv eine der besten Entscheidungen meines Lebens! Ich kanns aus vollem Herzen empfehlen. Aber Vorsicht, es verändert wahrscheinlich auch dein Leben.
Website online genommen
Dass du jetzt diesen Text lesen kannst ist Folge einer richtig wichtigen Erkenntnis, gefolgt von einer richtig guten Entscheidung: Ich brauche eine Homepage, ich baue mir eine Homepage.
Mir war klar, dass ich mir professionelles Webdesign (noch) nicht leisten kann. Und ehrlich gesagt wusste ich am Anfang auch gar nicht, was da so groß drauf stehen soll auf dieser Homepage und schon dreimal nicht wie das ganze aussehen soll.
Also wie immer, Kopfüber rein in den neuen Lernprozess. Ich hab viel ausprobiert und wieder umgeworfen. Überraschenderweise war es viel einfacher und glechzeitig deutlich komplizierter, als ich mir das zuerst so vorgestellt hatte.
Vor allem Worte zu finden für eine/meine/deine körperliche Erfahrung, ist schwieriger als gedacht. Wie beschreibt man denn jetzt, dass man seine Schulter deutlicher spürt, der Arm sich leichter anfühlt und man klarer auf den eigenen Füßen steht ohne dass es nach Voodoo klingt?!
Ach und mit diesem Instagram hab ich auch angefangen. Aus reinem Selbstschutz habe ich jahrelang einen weiten Bogen um die Plattform gemacht. Dieses Jahr hatte ich dann das Gefühl, ich brauche das doch. Jedenfalls ist es ziemlich rastlos da drüben und alles so glatt und glänzend. Ich weiß noch nicht ob Insta und ich wirklich Freunde werden. Time will tell.
Die Musik ist zurück in meinem Leben
Nachdem ich 2024 noch ziemlich in den Seilen hing und es gerade so geschafft habe meine Ausbildung zu starten, kann ich jetzt verkünden: Musik ist da, Longcovid ist weg.
Ich glaube die Ausbildung und die NeuroHorizons® Methode waren ein wichtiges Puzzlestück in meiner Genesung. Von Segment zu Segment habe ich mich besser gefühlt, konnte mich wieder besser bewegen, klarer denken und (am allerbesten) wieder mehr Freude empfinden.
Nur die Musik ist irgendwie nicht mehr in mein Leben zurückgekommen. Ich konnte zwar wieder welche hören (ertragen), aber Spaß hat es keinen gemacht. Ich dachte sehr lange, dass da einfach was permanent kaputt gegangen ist. Naja schade, aber kann man mit leben.
Dann plötzlich mitten in einem Ausbildungsblock, beim gegenseitigen aneinander Üben, hat sich irgendwas in mir gelöst (besser kann ichs leider nicht beschreiben, hört sich komisch an, weiß ich auch). Liebe Grüße an meine großartigen Kolleginnen an dieser Stelle. Jedenfalls bin ich danach nach Hause gefahren und hatte total Lust Musik zu hören - laut!
Hinfahrt zur Ausbildung, Rückfahrt nach Hause und immer das neue Blond Album auf den Ohren (klare Hörempfehlung!). Mir ist es erstmal gar nicht aufgefallen bis mein Mann gesagt hat:
"Du hast Musik gehört?"
"Ja die ganze Fahrt, hat voll Bock gemacht."
"Du hast Musik gehört?!"
"Ja sag ich doch, gestern schon und heute auch. Das neue Album ist der Hammer!"
"Nein, ich meine DU hast MUSIK gehört??!!??"
* ...ratter... ratter... *
"WAS?! Ich habe Musik gehört... ich kann wieder Musik hören!!"
Der Festival-Besuch folgte dann im August. Es war großartig. Wir waren vorsichtshalber ganz weit hinten, direkt vor der Mischerin (da ist der Sound eh am Besten), aber tanzwütig und textsicher, wie in der ersten Reihe!
Selbstständigkeit gestartet
Allein das Formular beim Finanzamt, macht mir schon schweißige Hände, wenn ich dran zurückdenke. Formulare sind definitiv nicht mein Ding. Ich hab mir professionell helfen lassen (Shoutout an den zuversichtlichen Steuerberater) und es dann tatsächlich geschafft.
Und Google kennt mich jetzt. Nicht nur in der Suche, sondern auch als Google Maps Eintrag. Die Verifizierung hat mich Nerven gekostet. Google will ein Schild. Ich hatte kein Schild, also designe ich ein Schild, bestelle ein Schild, hänge ein Schild auf, nehme ein Video von meinem Schild auf und... zack Google liebt mich (quasi).
Darüber hinaus: Raum steht, Equipment steht, Website steht - 2026 ich komme!
Meine beste Lernpartnerin - mein Kind
Die Person, die im vergangen Jahr mit Abstand die meisten Lessons bekommen hat, war meine Tochter. Und das war aber auch gut so. Für sie habe ich diese Ausbildung gemacht. Sie musste 2024 und 25 viele, viele Tage auf Mama verzichten. Es ist nur fair, dass sie auch die meisten Lessons bekommen hat. Selbstständigkeit hin oder her, das wird sich auch 2026 nicht ändern.
Ich habe das Wohnzimmer auch ein bisschen umgestaltet, so dass wir da jetzt eine große Boden-Bewegungsfläche haben. Ich bin zu der Einsicht gelangt, dass ich nicht der Typ bin, der jeden Tag die Matte ausrollt und dann am Abend wieder einrollt, egal wie sehr ich mir das vornehme. Und wenn es nicht einfach zu erreichen ist, nutze ich es auch nicht. Also fix den Raum so umgestaltet, dass Bewegung auf dem Boden einfach ist und deswegen regelmäßigst stattfindet.
Das ist gut für mich, weil ich morgens ohne Extra-Hürde meine eigene Bewegungs-Lerneinheit (EML= Experiential Movement® Lesson) machen kann. Und das tut mir so gut. Natürlich eineseits auf der körperlichen Ebene. Ich weiß zum Beispiel gerade gar nicht, wann ich das letzte mal ernsthafte Rückenschmerzen hatte. Aber auch für meinen supperschnelles fuzzy Gedanken-Karussell. Diese langsamen, zielgerichteten Bewegungen auf dem Boden sortieren mir jeden morgen den Kopf. Auch so was, dass mir in den vielen Jahren der Versuche mit Yoga und Meditation nie wirklich gelungen ist.
Das ist auch gut für mein Kind. Wir haben es geschafft die Lessons so richtig in den Alltag einzubauen. Natürlich läuft das auch nicht immer rund, das Leben lebt einem ja öfter mal einen Strich durch die Planung. Aber wir haben wirklich viele schöne Lernmomente zusammen gehabt. Mal in großen geplanten Lessons und auch ganz oft in den vielen kleinen Alltagssituationen zwischendurch.
Meine Tocher ist meine wichtigste Feedback-Geberin. Sie kann mir mittlerweile sehr genau sagen, was sich gut anfühlt und was nicht. Sie zwingt mich (im Besten Sinne) dazu, meine Herangehensweise immer wieder zu reflektieren, neu zu denken, die Bewegung nochmal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und kreativ nach Lösungen zu suchen. Wir haben dieses Jahr so einiges an Fortschritt rausgeholt, den ich letztes Jahr um diese Zeit noch für unrealistisch hielt. Meine bester Lernpartnerin - definitiv mein wunderbares Kind <3
Mein 2025 Fazit
Worauf bin ich 2025 stolz?
NeuroHorizons® Ausbildung abgeschlossen und den offiziellen Titel Certified NeuroHorizons® Expreriential Movemt® Practitioner ehalten. YEAH!
das da dann ziemlich flüssig aussprechen gelernt
trotz großer innerer Widerstände in die Selbstständigkeit gestartet
Worte für das alles gefunden und Website und Flyer gestaltet (jetzt müssen die nur noch unter die Leute, Hallo Neujahrsvorsatz!)
Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?
Dranbleiben, auch wenns schwierig wird. Es war wirklich kein easy-going Jahr und es hätte oft die Möglichkeit gegeben alles hinzuschmeißen. Oder den Abschluss doch nur für mich persönlich zu nutzen, statt mich zu trauen meine Fähigkeiten auch anderen Kindern anzubieten. Aufgeben wäre an vielen Stellen einfach gewesen und fürs Dranbleiben musste ich mich immer wieder neu entscheiden.
Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?
Ich brauchte diese Ausbildung nicht nur für mein Kind, sondern auch sehr für mich. Der ganze Methode hat mich körperlich und geistig sehr viel weiter gebracht, als ich es ahnen konnte. Sylvia Shoredike hat es am aller ersten Tag der Ausbildung gesagt: "You don't know yet, how much you need this for yourself. When YOU change, the whole family changes."
Ich habe ihr es damals 2024 erstens nicht so richtig geglaubt und es zweitens auch nicht so richtig verstanden. Ich dachte ich müsste einfach ein paar Griffe lernen und gut is. Da lag ich sowas von falsch! Ich habe das komplett unterschätzt, was für eine Transformation da passiert ist. Und wie viel meine Arbeit damit zu tun hat, welchen Lernprozess ich selbst hingelegt habe und weiter hinlege.
Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten Mal gemacht.
mit anderen Kindern gearbeitet (und nicht nur mit dem eigenen)
richtig mühelos über meine rechte Ferse abgerollt (da hab ich seit meiner Kindheit ein Thema)
Gehen als freudvolle Erfahrung erlebt (absolut mindblowing für mich und viel, viel größer, als es sich anhört)
eine Jahresplanung gemacht und an den Zielen (mehr oder weniger) drangeblieben
einen Habittracker für meine EMLs geführt (ich muss mich selbst austricksen um auf Kurs zu bleiben)
eine Digitale Planze verschenkt (wir sammeln als Abschlussklasse gerade gemeinsam ein Jahr lang EMLs dargestellt als einzelne Blätter an einer digitalen Pflanze für Sylvia)
ein Logo designed und eine richtige echte Website aufgesetzt
In Utrecht gewesen (große Empfehlung: Das Nintje Museum, ich war vorher noch nie an einem Ort, der behinderte Kinder so sehr mitgedacht hat)
Blond live gesehen (dieses Jahr muss ich die unbedingt wieder sehen)
Elektroauto gefahren (immerhin die De-Carbonisierung der Familie Glock läuft ganz gut. das Klima wartet ja leider nicht auf bessere (welt)politische Verhältnisse.)
MarioKart gegen mein Kind gespielt (soooo cool!!)
Mein 2025 in Zahlen
Gemachte EMLs, also ich selbst auf dem Boden: 226
Webseitenbesucher: 107
Geschriebene Blogartikel: 1
Höchste Klickzahl auf einen Blogartikel: 18
Anzahl meiner Newsletter Abonnenten: 0 (jaja die Zahl beeindruckt jetzt nicht wirklich, aber siehs mal so: Du kannst die Erste sein, dann schreibe ich exklusiv für dich)
Alles noch nicht spektakulär, aber ich bin ja auch erst gestartet. Und außerdem diese Sache mit der KI und dass jetzt angeblich niemand mehr auf Websiten klicken will. Wenn du als echter Mensch das hier also tatsächlich liest: Glückwunsch, zu deinem rebellischen Geist!
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
Du kannst dich auf meiner Angebotsseite durch die anstehenden Termine scrollen und schauen ob für dich oder dein Kind ein passendes Datum dabei ist.
Ich arbeite am Liebsten in Intensives, weil man da in mehreren aufeinanderfolgenden Lessons an einem Thema dranbleiben kann.

Nur mal Reinschnuppern oder Ausprobieren geht natürlich auch.
Schreib mir einfach übers Kontaktformular unten auf der Website oder direkt an katja.glock@posteo.de. Ich melde mich dann bei dir, wir klären deine Fragen und machen einen Termin aus.
Meine 8 Ziele für 2026
Mindestens genauso viele EMLs für mich selbst auf dem Boden schaffen wie '25
diese Sache mit der Rolle über die Schulter und der Tiefen Hocke weiter ergründen
meine Flyer in die Welt tragen und sichtbar werden
ein Arbeitsprojekt mit meinem Mann umsetzen (aufregend und ein neues Feld für mich)
Blog-Artikel schreiben und das Bloggen als kleinen kreativen Outlet nutzen
Erwachsenen-Bücher lesen (ich fände es allerdings echt schön, wenn die für meine Altersgruppe auch so hübsch bunt illustriert wären)
Segment 11 bei Sylvia Shoredike abschließen (wir haben am Ende der Ausbildung verabredet, dass wir uns alle 2026 für noch ein Segment treffen, so viel Vorfreude)
Urlaub in den Bergen (bin noch nicht so überzeugt von der Sache mit den Seilbahnen, aber meine Tochter hat versprochen meine Hand zu halten)
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